Immunoblot

Der Immunoblot sagt mit hoher Spezifität aus, ob eine Antikörper-Antwort gegen den getesteten Erreger vorliegt. Ein Nachweis von IgM-Antikörpern gibt in der Regel einen Hinweis auf eine frische Infektion. Allerdings können IgM-Antikörper auch bei chronischen Verläufen über lange Zeiträume persistieren.

IgG-Antikörper treten frühestens 1 bis 2 Wochen während einer Infektion auf und stellen eine aktive oder vergangene Infektion dar. IgG-Antikörper sind insbesondere bei chronischen Verlaufsformen (bzw. der Spätform) der Borreliose vorhanden und geben in Verbindung mit klinischen Symptomen Hinweise auf eine Aktivität.

Der Immunoblot enthält separierte Einzel-Antigene der Erreger auf einem Blot-Streifen, gegen die im Blut des Patienten Antikörper (IgG und IgM) gebunden und gefärbt werden. Je länger eine Infektion persitiert, desto mehr lernt der Körper die Antigene des Erregers kennen. Dies spiegelt sich in der Anzahl der detektierten Banden im Western-Blot wider.

Auch das Verhältnis von IgM zu IgG Antikörpern kann helfen, den Stauts eines Patienten zu verstehen (aktute frűhe Phase, akute späte Phase, chronische oder vergangene Infektion). Der Western-Blot enthält zudem einen Oberflächen-Marker namens VlsE, der die höchste Sensitivität für den Erregernachweis hat.

 

Material: 

1 x Serum-Röhrchen (nach Blutentnahme zentrifugieren)

Analytische Untersuchungsdauer: 

2 Tage

Hinweis: Unter Berücksichtigung der prä- und postanalytischen Arbeitsprozesse ist der Befundbericht in der Regel nach 1 Woche erstellt.

Immunoblot-Abrechnung nach GOÄ:

2 x Ziffer A4409 (IgM- und IgG-Antikörper) Faktor 1,15

 

 

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