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Die Patienten haben immense Beschwerden und suchen händeringend nach Antworten. Sie lassen viele Untersuchungen und nicht ausreichende symptomatische Therapien über sich ergehen. Dabei sind sie über lange Zeit arbeitsunfähig, ohne dass wirkliche Besserung eintritt. Der Leidensdruck der Patienten ist allerdings so groß, dass sie nicht lockerlassen und weitersuchen werden – bis endlich eine Diagnose und die dazu passende Borreliose Therapie gefunden ist.

Laborergebnisse und bildgebende Verfahren wie Sonografie, CT, MRT usw. sind Hilfsmittel zur Diagnosefindung. Wurde dort nichts gefunden, heißt das nicht, dass eine Krankheit nicht existiert. Wir stehen entschieden dafür ein, dass gemeinsam noch einmal auf andere Weise nachgeschaut wird.

Beispielsweise wurde inzwischen ein weiterer Borrelienstamm als humanpathogen identifiziert. Er nennt sich Borrelia miyamotoi. Antikörpertests bringen hier oft ein negatives Ergebnis. Trotzdem sind diese Patienten an Borreliose erkrankt. Es ist davon auszugehen, dass noch weitere unentdeckte und/oder humanpathogene Stämme existieren. Auch ist bei der Borreliose nach allgemeiner Auffassung eine Spontanheilung möglich.

An allen diesen Begebenheiten ist zu erkennen: Wir haben es hier mit einem sehr großen Feld komplexer Wechselwirkungen zu tun. Nicht alle davon sind aktuell bereits bekannt. Dazu wird es in den nächsten Jahren sicherlich weitere neue Erkenntnisse geben.