Symptome einer Multisystemkrankheit

Symptome:

Es sei gleich am Anfang darauf hingewiesen, dass es bei der Empfehlung an dieser Stelle nur um die Patienten gehen soll, deren Symptome durch vorangegangene Diagnostik nicht erklärt werden können. Es sollte immer vorher eine gründliche Ausschluss- und Differentialdiagnostik erfolgen. Wenn diese die Ursache der Beschwerden findet und behandeln kann, ist keine weitere Suche nötig.

Es ist auch nicht immer Borreliose. Es kann auch eine andere Infektion sein. Auch andere Infektionen oder Zecken-übertragene Erreger können Beschwerden verursachen und ein Patient kann auch zwei oder mehrere Infektionen gleichzeitig haben.

Wir empfehlen, dass bei folgenden Symptomen und/oder unklaren (ideopathischen) Diagnosen an die Möglichkeit einer chronischen Infektion als Ursache gedacht werden sollte:

–          unklare Erschöpfungszustände (chronic fatigue Syndrom–CFS), (6)

–          „wandernde“ Muskel- und Gelenkschmerzen (2), (5)

–          schubweise auftretende Beschwerden,

–          neuropathische Beschwerden unklarer Genese,

–          unklare (Poly-) Neuropathien,

–          atypische Formen der Multiplen Sklerose (MS), MS-ähnliche Symptome, parkinsonähnliche Syndrome

–          V.a. Fibromyalgie,

–          einige Autoimmunerkrankungen (z.B. seronegative Rheumatoidarthritis, RA) oder

–          unklare psychiatrische Erkrankungen (evtl. auch bei chronischen und/oder therapieresistenten Depressionen).

 

Mittlerweile gibt es einige Studien, die einen Zusammenhang zwischen chronischen Infektionen und  chronisch rezidiv. Beschwerden herstellen (im Kapitel Antibiotika-Therapie vgl. (1), (2), und (10)). Auch bei der Borreliose wird eine subklinische (latente) Infektion mittlerweile nach allgemeiner Auffassung nicht mehr ganz ausgeschlossen.

Natürlich immer erst, wie oben erwähnt, nach Ausschluss anderer, klarer Ursachen. Aber immer mit der Fragestellung: Warum hat der Patient diese Symptome? Wir sollten nicht nur die Symptome benennen und behandeln, sondern versuchen, die Ursache für diese Beschwerden zu finden.

Es sollte auch die Frage gestattet sein, welche therapeutische Lösung sonst angeboten werden kann, gerade für Patienten, denen auch die Psychologen und Psychiater nicht helfen können, die als „austherapiert“ gelten und bei denen keine psychosomatische Störung gefunden wird.

Es ist auch bekannt, dass sich eine Erkrankung im chronischen Stadium (oder Spätform) sowohl klinisch als auch im Labor anders darstellen kann als im Akutstadium (Frühform).

 

Eine ausführliche Abhandlung und Diskussion zur Problemstellung der Symptomatik finden Sie z.B. auch unter:

 

Ausführliche Abhandlung über die Symptomatik von Dr. Berghoff

 

 

Turhan Canli: „Reconceptualizing major depressive disorder as an infectious disease“, Biology of Moods & Anxiety Disorders, 2014, 4:10; http://www.biolmoodanxietydisord.com/content/4/1/10

 

Eine weitere Studie, die sich mit der Symptomatik beschäftigt, ist von  Jeffrey H. Zimering et.al. : „Acute and chronic pain associated with Lyme borreliosis: Clinical characteristics and pathophysiologic mechanisms“, PAIN 144 (2014) 1435-1438

Kommentar: Hierbei wird festgestellt, dass wir noch nicht alle Mechanismen kennen. Auch die Möglichkeit einer anhaltenden Infektion wird nicht ganz ausgeschlossen. Es wird auch nicht geschrieben, dass, insbes. bei der chronischen Form (oder Spätform), zwingend die Schwellung der Gelenke vorhanden sein muss.

 

Eine weitere Veröffentlichung dazu ist auch von Sam T Donta: „Lyme Disease, Chronic Fatigue and Fibromyalgia„, Chronic Dis Int. 2014;1(1):2

 

Ein neuer und interessanter Fallbericht: Mirouse G. et al: „Bartonella henselae osteoarthritis of the upper cervical spine in a 14-year-old boy“, Orthop Traumatol Surg Res (2015), http://dx.doi.org/10.1016/j.otsr.2015.02.007

 

Ein weiterer Fallbericht: Amir Garakani and Andrew G. Mitton: „New-Onset Panic, Depression with Suicidal Thoughts, and Somatic Symptoms in a Patient with a History of Lyme Disease“, Case Reports in Psychiatry, Volume 2015, Article ID 457947, 4 pages; http://dx.doi.org/10.1155/2015/457947

 

Weitere mögliche Organmanifestationen:

 

I.     Die Borreliose kann sich beispielsweise auch am Auge manifestieren. Auch einige Ko-Infektionen können sich am Auge manifestieren (siehe weiter auch im Kapitel: „Ko-Infektionen“, Literaturstelle (3) und (6)):

 

Ein ganz neuer Fallbereicht dazu: Correll MH, Datta N, Arvidsson HSS, et al. :  „Lyme neuroborreliosis: a treatable cause of acute ocular motor disturbances in children“,  Br 1 Ophthalmol Published Online First: [published on June 16., 2015] doi:10.1136/ bjophthalmol-2015-306855

 

  • Berglöff, J. et. al. „Ophthalmic Manifestations in Lyme Borreliosis“, Journal of Neuro-Ophthalmology 14 (1): 15-20, 1994

 

  • Leys AM, Schönherr U., Lang GE et. al. „Bulletin de la Societe Belge D`ophtalmologie (1995, 259:205-2014)” , Department of Opthalmology, Universitaire Ziekenhuizen      Leuven, Belgium–Case reports

 

  • Gerald W. Zeidman “The Ocular Manifestations of Lyme Disease”, International Ophthalmology Clinics, Winter 1993, Volume 33 , issue 1, ppg 9-22

 

  • Lawton Smith, J. et. al. “Retinal Vasculitis in Lyme Borreliosis”, Journal of Clinical Neuo-ophthalmology 11(1): 7-15, 1991

 

  • Norfarizal Ashikin Abdullah et.al.: “Unilateral visual loss secondary to cat scratch disease in a healthy young man”, Asian Pacific Journal of Tropical Disease, www.elsevier.com/locate/apjtd, 2015; 5(I): 77-79

 

  • Omar Lezrek et.al. „ Neuroretinitis in Ocular Batonellosis“, J.Pediatr. 2014, www.jpeds.com

 

  • Blanc F, Ballonzoli L, Marcel C et al.: Lyme optic neuritis; 2010, J Neurol Sci 295(1-2), 117-9

 

  • Fiehn Christoph et al.: „Differetialdiagnose der Uveitis“, Dtsch Ärztebl 2003; 100(39): A-2514/ B-2098/ c-1975

 

  • S.Kramer et al.: „Epstein-Barr Virus assoziierte Retinitis“, 96. Jahrestagung der DOG 1998, P 100, http://www.dog.org/1198/abstract98/100.html

 

 

 

II.    Eine Manifestation am Herzen ist auch möglich:

 

Joseph D. Forrester et.al. „Notes from the Field: Update on Lyme Carditis, Groups at High Risk, and Frequency of Associated Sudden Cardiac Death—United States “, CDC 24/7 (MMWR), October 31, 2014/ 63(43);982-983

Jayaprakash Shentar et.al. „Diagnosis not to be missed: Lyme carditis, rare but reversible cause of complete atrioventricular block“, Indian Heart Journal (November 2014), 1-4

Mannava K. et.al. „Putting Haert Block Back in the „Lyme Light“, J Cardiol Cases (2014), http://dx.doi.org/10.1016/j.jccase.2014.12.001

Semmler D. et. al. „Complete AV block in Lyme carditis: an important differential diagnosis“, Clin Res Cardiol. 99(8), 519-26. doi:10.1007/s00392-010-0152-8. (2010)

Dolbec KW et.al. „Lyme carditis with transient copmlete heart block“, West J Emerg Med. 11(2), 211-2 (2010)

Hidri N. et.al. „Lyme endocarditis“, Clin Microbiol Infect 2012; 18: E531- E532

 

Hier wird sogar ein tödlicher Ausgang aufgezeigt:

Yoon E, Vail E, Kleinman G, Lento PA, Li S, Wang G, Limberger R, Fallon JT, Lyme disease: A case report of a 17-year old male with fatal Lyme carditis, Cardiovascular Pathology (2015), doi: 10.1016/j.carpath.2015.03.003

Kommentar: Es ist sehr gut, dass überhaupt jemand mal daran gedacht hat, dass man nachschauen sollte und dabei auch an Bakterien gedacht hat. Hier gelingt nämlich der direkte Erregernachweis, da dort nachgeschaut wurde, wo der Erreger „sitzt“ (im Gewebe).  So können wir alle lernen.  Wieviele Autopsien erfolgen (auch bei Erwachsenen) mit dieser Fragestellung? Was ist mit der Frage, ob die Borreliose auch zum Tode führen kann? Wie oft wurde bisher nachgeschaut?

 

 

III.   Möglicherweise spielt die Borreliose auch in der HNO-Heilkunde in einigen Fällen differentialdiagnostisch eine Rolle:

Young Kaelan et al.: Burning Mouth Syndrome: A rare manifestation of Lyme Disease; Georgetown University Hospital, MedStar Health, 2016

C Espiney Amaro et.al. „Lyme disease: sudden hearing loss as the sole presentation“, The Journal of Laryngology & Otology, 1 of 4, 2015, doi:10.1017/S0022215114003417

 

 

IV.   Wie sieht es mit anderen Hautproblemen aus?

Ekta K Bhardwaj and Ralph Michel Trüeb: “ Acute diffuse and total Alopecia of the female scalp associated with Borrelia-infection“, Int J Trichology, 2015, Jan-Mar; 7(1): 26-28; doi: 10.4103/0974-7753.153454

 

 

Wie im vorangegangenen Kapitel schon erwähnt, können sich die verschiedenen Borrelienstämme auch an verschiedenen Organsystemen manifestieren und somit auch unterschiedliche Symptome hervorrufen und eine Zecke kann natürlich auch mehrere, verschiedene Borrelienstämme und weitere Erreger übertragen (1).

 

 

Einige zusätzliche Anregungen noch:

– Denken wir bei der Abklärung der Ursachen von „wandernden“, schubweise auftretenden Gelenkschmerzen tatsächlich auch an z.B. Chlamyd. trachom., Chlamyd. pneum. (2), Yersinien, Borrelien, Mykoplasma spp (5) …?

– Denken wir bei chronischer und/oder rezidivierender Rhinitis, Sinusitis, Bronchitis, trockenem Reizhusten über Wochen, nach Ausschluss einer tumorösen Erkrankung, an Chlamyd. pneum., Mykoplasma pneum., Legionellen, Aspergillus ….? Gibt es vielleicht auch eine chronische Chlamydien-Infektion, insbes. bei immungeschwächten Menschen und ist diese tatsächlich mit drei Tagen Azithromycin-Behandlung ausreichend behandelt? Ist eine seronegative RA oder eine seronegative Borreliose vielleicht in Wirklichkeit eine Chlamydose oder Yersiniose oder eine Borreliose mit einem noch unentdeckten Borrelienstamm (siehe Kapitel „Allgemeines“)?  Leider sind chronische Verlaufsformen von Infektionen bislang kaum akzeptiert. Es könnte sie aber vielleicht doch geben (siehe Studie von Prof. Zeidler, im Kapitel der Antibiotika-Therapie Literatur (1) und (10) ).

–  Sind tatsächlich nur Menschen mit Diabetes mellitus, Alkoholkrankheit, Tumorleiden und Chemotherapie, Organtransplantationen, genetischen nachweisbaren Immundefekten und ältere Menschen immungeschwächte Menschen und alle anderen Menschen sind immer immunkompetent? Oder könnte es nicht sein, dass jemand auch durch chronische Infektionen und die anderen vorab erwähnten Einflussfaktoren (siehe Kapitel „Allgemeines“) eine partielle Schwächung des Immunsystems bekommt (natürlich nicht so stark wie z.B. bei HIV) und dann doch erkrankt und Symptome bekommt?

– Es gibt viele Diabetiker. Das ist eine große Patientengruppe. Wird tatsächlich bei diesen Patienten an die bekannte Immunschwäche und die Möglichkeit für das Vorliegen von chronischen Infektionen gedacht, wenn sie unklare Symptome haben?

– Wie sieht es mit der Ursachenforschung bei einigen Autoimmunerkrankungen, Allergien und endokrinen (Hormonstoffwechsel-) Erkrankungen aus?

– Denken wir bei entsprechend geschilderten Symptomen und Beschwerden an andere Infektionen, wie die Ehrlichiose, Bartonellose, Rickettsiose, Neo-Ehrlichia… usw.?

– Beim Chronic Fatigue Syndrom (CFS) werden chronisch virale Infektionen als Ursache diskutiert. Könnten nicht auch chronisch bakterielle Infektionen und/oder (Schimmel-)Pilzinfektionen mit dabei sein (6)?

– Schauen wir bei (oder beim Verdacht auf) einer TIA oder dem Apoplex (insbes. auch bei jüngeren Patienten) nach Borrelien, Chlamydien oder anderen Erregern, die auch eine Vaskulitis verursachen können (3)?

– Noch ein Wort zur Fibromyalgie: Es besteht nach unseren Recherchen kein Streit darüber, dass Borrelien neuropathische Beschwerden verursachen können. Es gibt eine Studie, die gezeigt hat, dass die Schmerzen bei der Fibromyalgie neuropathischer Natur sind (4). Ist es so nicht doch möglich, dass Patienten mit Fibromyalgie eine Borrelien-Infektion haben könnten?

 

 

Literatur:

(1) Clark KL et al.: Geographical and genospecies distribution of Borrelia burgdorferi sensu lato DNA detected in humans in the USA; J Med Microbiol. 2014 May; 63(Pt 5): 674-84. Doi: 10.1099/jmm.0.073122-0.Epub 2014 Feb.

(2) Carter JD, Gerard HC et.al. „Chlamydiae as etiologic agents in chronic undifferentiated spondylarthritis“, Arthritis Rheum 2009; 60: 1311-6

(3) Arseny A. Sokolov et al. „Acute Lyme Neuroborreliosis With Transient Hemiparesis and Aphasia“; Ann Emerg Med. 2015: 1-5; http://dx.doi.org/10.1016/j.annnemergmed.2015.01.011

(4) Nurcan Üceyler, Zeller Daniel et al.: „Small fibre pathology in patients with fibromyalgia syndrome“, Brain 2013: 136; 1857-1867 ; doi:10.1093/brain/awt053

(5) Matsuda K. „A novel therapeutic strategy for mycoplasma infectious diseases“, Personalized Medicine Universe (2015), http://dx.doi.org/10.1016/j.pmu.2015.04.005

(6) Gerwin Morris et al.: „The putative role of Viruses, Bacteria, and chronic Fungal Biotoxin exposure in the Genesis of intractable Fatigue accompanied by cognitive and physical Disability“, Mol Neurobiol, doi 10.1007/s12035-01509262-7; 17.6.2015

 

 

Literatur zu den Themen: MS und Neuroborreliose, Alzheimer und Spirochäten sowie Psychiatrische Erkrankungen und Lyme – Disease (von Fallon und Bransfield) ist unten aufgeführt (1.-4.) und findet man auch unter: www.erlebnishaft.de

Die nächsten Studienaufzählungen haben wir unter www.erlebnishaft.de gefunden und sind nur als Information gedacht:

 

 

1.  Fallon Peer-Reviewed Articles (die Liste ist noch länger): kognitive und psychiatrische Probleme?

Fallon BA, Vaccaro B, Romano M, Clemente D. Neuropsychiatric and Neuropathologic Aspects of Lyme Disease. Psychiatric Annals, 36:120-128, 2006.

Keilp BA, Corbera K., Slavov I., Taylor M.J., Sackeim H.A., Fallon B.A. WAIS-III and WMS-III Performance in chronic Lyme disease. J International Neuropsychological Society. 2006;12(1):119-129.

Fallon BA. Mystery Diagnosis: treatment of Neuropsychiatric Lyme Disease. In DSM-IV-TR Case Book: Experts Tell how they treated their own patients, Volume 2. Ed. Spitzer RL, First MB, Williams JBW, Gibbon M. American Psychiatric Publishing, Inc. 2006, pp 39-52.

Fallon BA. Neuropsychiatric Aspects of Non-HIV Infectious Diseases. In Comprehensive Textbook of Psychiatry, Eighth Edition. Ed. Kaplan and Sadock. Williams and Wilkins, 2005

Fallon BA, Keilp J, Prohovnik I, Van Heertum R, Mann JJ. Regional cerebral blood flow and cognitive deficits in chronic Lyme Disease. J Neuropsychiatry and Clinical Neurosciences, 2003; 15: 326-332.

Tager FA, Fallon BA. Psychiatric and Cognitive Features of Lyme Disease. Psychiatric Annals 31: 173-181, 2001.

Tager FA, Fallon BA, Rissenberg M, Jones CR, Liebowitz MR. A controlled study of cognitive deficits among children with chronic Lyme disease. J Neuropsychiatry 2001; 13: 500-507.

Plutchok JJ, Tikofsky RS, Liegner K, Kochevar JM, Fallon BA, Van Heertum RL. Tc-99m HMPAO Brain SPECT Imaging in Chronic Lyme Disease J of Spirochetal and Tick-borne Diseases 6: 117-122, 1999.

Fallon BA, Kochevar J, Nields J. The underdiagnosis of neuropsychiatric Lyme disease in children and adults. In Diagnostic Dilemmas. Edited by David Tomb. Psychiatric Clinics of North America. 1998.

Fallon BA, Schwartzberg M, Zimmerman B, Weber CA, Liebowitz MR. Late stage neuropsychiatric Lyme disease: Diagnosis & treatment. Psychosomatics, 36: 295-300, 1995

Fallon BA, Nields JA. Lyme disease: a neuropsychiatric illness. American Journal of Psychiatry, 141: 1571-1583, 1994

Fallon BA, Bird H, Hoven C, Cameron D, Liebowitz MR, Shaffer D. Psychiatric aspects of Lyme disease in children and adolescents: A community epidemiologic study in Westchester, New York. Journal of Tick Borne and Spirochetal Diseases, 1: 98-100, 1994

Fallon BA, Nields JA, Parsons B, Liebowitz MR, Klein DF. Psychiatric manifestations of Lyme borreliosis. Journal of Clinical Psychiatry 54: 263-268, 1993

Fallon BA, Nields JA, Burrascano JJ, Liegner K, DelBene D, Liebowitz MR. The neuropsychiatric manifestations of Lyme Borreliosis. Psychiatric Quarterly 1992; 63: 95-117

 

2. Lyme Disease and Psychiatric Symptoms:

By Robert C Bransfield, MD, DLFAPA

There are several thousand peer-reviewed references demonstrating the association between infections and mental symptoms and at least 65 different microbes have been recognized as causing mental symptoms.[1] Three hundred peer-reviewed articles describe the causal association between Lyme/tick-borne diseases and mental symptoms, pathophysiology, morbidity and mortality some of which are included in the attached addendum. Lyme disease: a neuropsychiatric illness is a major and classic article summarizing this association.[2] A Controlled Study of Cognitive Deficits in Children With Chronic Lyme Disease  is a particularly useful resource for describing some of the cognitive symptoms associated with Lyme/tick-borne diseases. Attempted suicide and completed suicide associated with neuropsychiatric manifestations of Lyme disease and other tick-borne disease has been observed and reported by the author and many other clinicians.[3]  An article in the American Journal of Psychiatry,  Higher Prevalence of Antibodies to Borrelia Burgdorferi in Psychiatric Patients Than in Healthy Subjects  compared 499 psychiatric inpatients to matched pair healthy controls and found significantly more psychiatric patients were seropositive for Borrelia burgdorferi (33% vs. 19%), thereby demonstrating an association between Borrelia burgdorferi infections and psychiatric morbidity. In contrast, there are only a few poor quality articles that attempt to negate the causal association between tick-borne diseases and psychiatric illness.[4][5][6][7]

Within these articles there is significant evidence that more extensive antibiotic treatment is needed to control the psychiatric symptoms associated with Lyme disease and other tick-borne diseases.


[1] Bransfield RC. Preventable cases of autism: relationship between chronic infectious diseases and neurological outcome. Pediatric Health. (2009) April 3(2).

[2] Fallon BA, Nields JA. Lyme disease: a neuropsychiatric illness. Am J Psychiatry. 1994 Nov;151(11):1571-83.

[3] Fallon BA, Schwartzberg M, Bransfield R, Zimmerman B, Scotti A, Weber CA, Liebowitz MR. Late-stage neuropsychiatric Lyme borreliosis. Differential diagnosis and treatment. Psychosomatics.1995 May-Jun;36(3):295-300.

[4] Nadelman RB, Herman E, Wormser GP. Screening for Lyme disease in hospitalized psychiatric patients: prospective serosurvey in an endemic area. Mt Sinai J Med. 1997 Nov;64(6):409-12.

[5] Hassett AL, Radvanski DC, Buyske S, Savage SV, Sigal LH. Psychiatric comorbidity and other psychological factors in patients with „chronic Lyme disease“. Am J Med. 2009 Sep;122(9):843-50.

[6] Hassett AL, Radvanski DC, Buyske S, Savage SV, Gara M, Escobar JI, Sigal LH. Role of psychiatric comorbidity in chronic Lyme disease. Arthritis Rheum. 2008 Dec 15;59(12):1742-9.

[7] Grabe HJ, Spitzer C, Lüdemann J, Guertler L, Kramer A, John U, Freyberger HJ, Völzke H. No association of seropositivity for anti-Borrelia IgG antibody with mental and physical complaints. Nord J Psychiatry. 2008;62(5):386-91.

nur einige weitere Studien (die Liste ist auch sehr lang):

  • Miklossy J: Alzheimer’s disease – a neurospirochetosis. Analysis of the evidence following Koch’s and Hill’s criteria; J Neuroinflammation, 2011 Aug 4; 8(1):90.

 

  • MacDonald AB: Alzheimer’s neuroborreliosis with trans-synaptic spread of infection and neurofibrillary tangles derived from intraneuronal spirochetes; Med Hypotheses, 2007; 68(4):822-5.

 

  • Alaedini A, Latov N: Antibodies against OspA epitopes of borrelia burgdorferi cross-react with neural tissue; J Neuroimmunol. 2005 Feb; 159(1-2):192-5.

 

  • Volkman D: Anti-neural antibody reactivity in patients with a history of Lyme borreliosis and persistent symptoms; Brain, Behavior, and Immunity 24 (2010).

 

  • Robert C. Bransfield, MD, Mason Kuhn, MS: Autism and Lyme Disease; JAMA. 2013;310(8):856 doi:10.1001/jama.2013.194747.

 

 

 3. MS und Neuroborreliose (auch diese Liste ist sehr umfangreich):

Spirin NN, Baranova NS, Faedeeva OA et al.: Differential aspects of multiple sclerosis and chronic borrelial encephalomyelitis; 2011, Zh Nevrol Psikhiatr Im S S Korsakova 111(7), 8-12.

Mattsson N, Bremell D, Anckarsäter R et al.: Neuroinflammation in Lyme neuroborreliosis affects amyloid metabolism; 2010, BMC Neurol 51.

Blanc F, Ballonzoli L, Marcel C et al.: Lyme optic neuritis; 2010, J Neurol Sci 295(1-2), 117-9.

Fadil H, Kelley RE, Gonzalez-Toledo et al.: Differential diagnosis of multiple sclerosis are associated with primary effusion lymphoma; 2007, Int Rev Neurobiol 393-422.

Schmutzhard E: Multiple sclerosis and Lyme borreliosis; 2002, Wien, Klin Wochenschr 114(13-14), 539-43.

 

 

4. Eine neue Arbeit (dafür gibt es auch eine längere Liste): Judith Miklossy: „Historic evidence to support a causal relationship between spirochetal infections and Alzheimer’s disease“, Frontiers in Aging Neuroscience, Volume 7, Article 46, April 2015; doi: 10.3389/fnagi 2015 00046

Priya Maheshwari and Guy Eslick: „Bacterial Infection and Alzheimer’s Disease: A Meta-Analysis“, Journal of Alzheimer’s Disease 43 (2015) 957-966, doi 10.3233/JAD-140621

Herbert B. Allen, Diego Morales, Krister Jones and Suresh Joshi: Alzheimer‘s Disease: A Novel Hypothesis Integrating Spirochetes, Biofilm, and the Immun System ; J Neuroinfect Dis 2016, 7:1, http://dx.doi.org/10.4172/2314-7326.1000200