Rechtliche Anmerkungen

Rechtliche Anmerkungen:

Wir möchten darauf hinweisen, dass Laborergebnisse sowie auch die bildgebenden Verfahren (Sonografie, CT, MRT usw.) weiterhin eher als Hilfsmittel zur Diagnosefindung betrachtet werden sollten. Es gibt sicherlich immer Dinge, die das Labor noch nicht erfassen und die bildgebenden Verfahren noch nicht entdecken können, trotz der fortschreitenden technischen Entwicklung. Schließlich ist auch ein MRT noch kein Mikroskop.

Es ist sicher nicht ratsam, zu sagen, dass alles, was bisher noch nicht nachweisbar ist, auch nicht existieren kann. Diese Auffassung musste in der Geschichte der Wissenschaften und Medizin schon öfter revidiert werden. Man sollte sicher gemeinsam lieber nochmal nachschauen. Dafür werben wir.

Die Patienten werden sonst immer wieder Ärzte und Krankenhäuser aufsuchen müssen (mit viel Diagnostik und nicht ausreichender symptomatischer Therapie, langen Arbeitsunfähigkeitszeiten haben, Berufsunfähigkeit … usw.). Dies dürfte auch gesundheitsökonomisch bedeutsam sein, da der Patient verständlicherweise so lange weiter suchen und immer wieder alles abklären lassen wird, bis er eine erklärende Diagnose und Therapie findet, mit der seine Symptome besser werden.

Erst vor kurzem wurde noch ein weiterer Borrelienstamm als humanpathogen identifiziert, Borrelia miyamotoi (siehe Kapitel: „Allgemeines“). Hierfür gibt es sicherlich noch keine Testsysteme, die diesen Stamm bei der Diagnostik erfassen können. Diese Patienten könnten in Antikörpertests für Borreliose bislang negativ sein, haben aber doch eine Borreliose. Die Antikörper, die diese Patienten haben, können mit den bisherigen Testsystemen nur noch nicht erfasst werden, da keiner diesen Borrelienstamm bisher kannte bzw. für wichtig hielt. Vielleicht gibt es auch noch weitere unentdeckte und/oder humanpathogene Stämme.

Nach allgemeiner Auffassung gibt es auch eine Spontanheilung bei der Borreliose. Vielleicht sind diese Personen nur infiziert, aber nicht krank? Herr PD Dr. Hassler sieht das mit der Spotanheilung eher ganz anders und hat auch Studien dafür.

Es wird von der allgemeinen Meinung gern die Klempner-Studie (von 2001) dafür zitiert, dass eine längere oder wiederholte Antibiose nichts bringt. Wenn man Ceftriaxon als Monotherapie verwendet kann das auch richtig sein. Diese Studie schloss aber auch Patienten mit „seronegativer“ Borreliose ins Studiendesign mit ein, die es aber nach allgemeiner Auffassung im Spätstadium gar nicht gibt ? Über die Embers-Studie kann man auch diskutieren. Die Studienlage ist also nicht absolut eindeutig.  Sicherlich können Studien auch falsch interpretiert werden oder auch methodische Schwächen aufweisen. Dies kann aber immer und mit jeder Studie passieren, gerade im Hinblick auf die statistischen Auswertungen einer Studie (wie alle wissen).

Wir denken aber nicht, dass alle (in den einzelnen Kapiteln und auf den Internetseiten) zitierten Studien, insbesondere aus renommierten Journalen, falsch interpretiert und ausgewertet worden sind. Wir glauben, es gibt hier ein sehr großes, interessantes Feld von sehr komplexen Wechselwirkungen, das nach Erforschung „ruft“. Wir sind mit dieser Auffassung auch nicht mehr alleine wie die Artikel der Entomological Society of America und der Aufruf von Dr. John Aucott von der Johns Hopkins Universität zeigen. Außerdem erscheinen ständig neue Studien, sodass offenbar das Thema unter den Forschern noch nicht als abgeschlossen gilt.

Bei einer sachlichen Diskussion ist es sicher nicht richtig, wenn man sagt, dass die eine Seite nur gute und wissenschaftlich korrekte Studien hat und die andere Seite nur schlechte und unwissenschaftliche.

Dass es aber für eine Seite und insbesondere für die Ko-Infektionen gar keine Literatur gibt, ist auch nicht richtig (siehe Kapitel Ko-Infektionen)

Weitere Literatur

Dr. Berghoff — Kritische Stellungnahme zu den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie–DGN, die Stellungnahme zu den OLG Köln und München wird noch eingestellt auf der Internetseite. Zu finden ist das dann unter „wissenschaftliche Texte“. Weitere Literatur dort unter „Literaturübersicht“

weitere Literatur immer auch unter www.erlebnishaft.de